Bonding - Emotionalarbeit

Einzelarbeit und Workshop: Berühren – Bewegen - Halten

Im Alltag sind wir meist stark gefordert. Unsere vielen Aufgaben, Verpflichtungen und Verantwortlichkeiten engen uns ein, rauben uns Kraft, lassen uns unbeweglich werden. Gefühle der Wut und des  Schmerzes verdrängen wir, weil wir das als Kind gelernt haben. Dies kann zu Depressionen, Burn out und anderen Erkrankungen führen.

Eine Emotion ist eine Bewegung, die von innen kommt und heraus will. Diese Bewegung zurückzudrücken (Depression) raubt uns unsere Lebendigkeit, sie nicht spüren zu wollen, macht abhängig (Sucht), sie dauerhaft zurückzuhalten, macht krank (physisch und psychisch).

Emotionalarbeit eröffnet wieder den Zugang zu unserer emotionalen Gesundheit: sensibel wahrnehmen, berühren und berühren lassen, liebevoll miteinander verbunden sein, in Bewegung  kommen, sich von innen heraus bewegen lassen, sich ausdrücken, sein dürfen mit allem, was ist…in die eigene Kraft und Lebendigkeit finden.

Die Gruppe bietet dafür den stärkenden und schützenden Rahmen. Ich biete Bonding auch in Einzelarbeit an.

Nächster Workshop

voraussichtlich Dezember 2021

Einzeltermine sind nach Absprache möglich

Arbeitszeiten

Freitag:      17:00 Uhr bis ca. 21:00 Uhr
Samstag:    09:30 Uhr bis ca. 20:00 Uhr
Sonntag:    09:30 Uhr bis ca. 15:00 Uhr


Getränke und Snacks für die kleinen Pausen stehen zur Verfügung. 

Mittags wird es ein gemeinsames Buffet geben. Über einen kulinarischen Beitrag dazu freuen wir uns.

Ort

Weimar

Kosten:  250 €

(Preisnachlass nach Absprache möglich) 

Mitgebracht werden sollten

Decke, Kissen, dicke Socken und bequeme Kleidung


Hintergründe

Nährendes Halten:
In den Armen eines anderen Menschen (das kann der Partner sein,  ein(e) Freund(in) oder eine fremde Person) können wir unser „inneres Kind“ nachnähren. Wir haben fast alle zu wenig bedingungslosen Körperkontakt bekommen, wurden im Bettchen oder Kinderwagen abgelegt und aller vier Stunden gefüttert. Das Tragen und Füttern nach Bedarf galt als Verwöhnen.
Körperliche Nähe, wie bei den Naturvölkern praktiziert, und für die gesunde Entwicklung des „Traglings“ notwendig (siehe auch: „Auf der Suche nach dem verlorenen Glück“), fand nicht statt.


Gefühle ausdrücken:
In haltenden Armen kommen wir schneller an unsere Verletzungen als im Gespräch. Zornig zu sein war nicht erlaubt („Wenn du wütend bist, geh in dein Zimmer!“) und unsere Traurigkeit wurde weggetröstet („Ist doch nicht so schlimm. Hab dich nicht so!“). So haben wir gelernt, unsere sogenannten „negativen“ Gefühle wegzudrücken. Beim Gehaltensein machen wir die Erfahrung, dass alles sein darf, dass wir richtig sind mit all unseren Empfindungen und der/die Haltende bleibt, auch wenn wir schreien und heftig weinen.

Rückbindung:
Manchmal gab es während der Schwangerschaft, der Geburt oder kurz danach einen Beziehungsabbruch (z. B. durch Kaiserschnitt oder Brutkasten)zwischen Mutter und Kind. Im Halten kann nun durch Visualisierung und Nachempfinden einer „korrigierten“ Geburt eine positive Erfahrung auf das Erlebte draufgesetzt werden (dies ist mit Kindern und ihren leiblichen Müttern möglich, aber auch im Erwachsenenalter mit einer anderen erwachsenen Person).


Aussöhnung mit den Eltern:
Alte Verletzungen führten zu Wut und Schmerz. Seit unserer Kindheit halten wir diese unter Verschluss. Oft verstehen wir heute, warum unsere Eltern so gehandelt haben, warum wir ihnen unseren Schmerz nicht zeigen konnten. Doch das Kind in uns ist noch immer verletzt. Das zeigt sich in unseren Beziehungen. Meist sind es der Partner, das Kind oder die Kollegin, die diesen alten Schmerz in uns antriggern und uns unangemessen reagieren lassen.
In der Visualisierung gehen wir zurück in Situationen unserer Kindheit, in denen wir uns hilflos, allein, wütend oder verletzt gefühlt haben und erlauben uns jetzt, diese nicht ausgedrückten Gefühle zu zeigen und uns zuzumuten. Während dieses Prozesses sind wir gehalten und von der Therapeutin hindurch begleitet. Kann dieser Schmerz nach außen dringen, fühlen wir uns erleichtert und können mit Liebe auf die Kindheit unserer Eltern blicken, die meist etwas sehr Ähnliches erlebt haben.