Paar- und Familienarbeit

Für mich ist Paarberatung nicht nur ein begleitetes miteinander reden oder ein Finden von anderen Umgangsformen.

Es ist ein Aufspüren dessen, was in die Sackgasse, in das Wiederholen der immer gleichen Muster geführt hat.

Wir sind stark geprägt von dem, was wir als Kind erlebt haben und wählen uns eine(n) Partner*in nach dem "Vorbild" unserer Eltern, auch wenn es anfangs nicht so scheint. Nach einiger Zeit entdecken wir Verhaltensweisen, die uns an Mutter oder/und Vater erinnern. Der/die Partner*in wird "angegriffen", ohne dass wir bemerken, dass es das Kind in uns ist, dass sich nicht gesehen und wahrgenommen fühlt. Wir erwarten, das der/die Andere doch wissen müsste, was wir brauchen, so wie das Kind es von Mutter und Vater erwartet.

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Ich möchte euch dabei begleiten, dies zu erkennen und zum eigentlichen Thema zu schauen, sich dem alten Schmerz zu stellen, Zugang zum verletzten inneren Kind zu finden und es zu heilen.

Ich arbeite dabei gern mit Aufstellungssequenzen, Visualisierung und Körpertherapie, z.B. Bindungs- und Haltetherapie. 

 

Auch sexuelle Themen sind oft Anlass für Unzufriedenheit, Streit und Missverständnisse.

Da wir im Streit meist "ins Kind rutschen", sind unsere Bedürfnisse dann oft auch die eines Kindes: einfach nur in den Arm genommen zu werden und sanft berührt, ist eine große Sehnsucht in uns, da sie meist von unseren Eltern nicht erfüllt wurde oder das "in den Arm nehmen" dem Bedürfnis entsprang, selbst Trost zu erfahren.

Im "Zustand des Kindseins" sind wir nicht offen für Sexualität, diese kann dann sogar als übergriffig erlebt werden.

 

Dennoch und gerade wegen unseres Defizites an befriedigender Berührung als Kind, ist es so wichtig, uns diese zu erlauben.

Dazu bedarf es oft eines neu Lernens: Wie möchte ich berührt werden? Was tut mir gut? Wie kann ich ausdrücken, was ich mir wünsche ohne mein Gegenüber zu verschrecken?

Gern leite ich zu verbindenden Berührungssequenzen an, um wieder mehr ins Fühlen und einander erspüren zu kommen, in Achtsamkeit Sinnlichkeit miteinander zu erleben ohne dass es Sexualität zum Ziel hat.

 

"Auffällige" Kinder weisen mit ihren Verhalten meist darauf hin, wenn etwas im Familiensystem nicht stimmt. Hier gilt es, die Zusammenhänge zu erkennen. Eine sehr effektive Methode, um herauszufinden, was dahinter steht, ist die Aufstellungsarbeit.

 

Manchmal geht es auch um eine unterbrochene Hinbewegung zwischen Mutter und Kind durch eine schwere Geburt und/oder Trennung in der ersten Lebenszeit. Dies wird von Mutter und Kind als traumatisch erlebt und bedarf eines achtsamen Annäherns und ggf. Haltens. 

 

Trennung der Eltern ist niemals leicht für Kinder. Hier stehe ich beratend an Ihrer Seite.